Psychologische Diagnostik
Verstehen, was dahinter steckt
Psychologische Diagnostik kann dabei helfen, Fähigkeiten, Schwierigkeiten und psychische Beschwerden differenziert einzuordnen. Dabei geht es für mich um mehr als die Frage, ob die Kriterien für eine bestimmte Diagnose erfüllt sind.
Eine gute Diagnostik soll verständlich machen: Was gelingt gut? Wo bestehen Schwierigkeiten? Wie lassen sich die Beobachtungen erklären? Und was bedeutet das für den weiteren Umgang damit?
Je nach Fragestellung kombiniere ich ausführliche Gespräche und Anamnese mit wissenschaftlich fundierten psychologischen Testverfahren, Fragebögen und – wenn sinnvoll – Informationen von Eltern oder anderen Bezugspersonen.

Leistungs- & Begabungsdiagnostik
Menschen unterscheiden sich nicht nur darin, wie leistungsfähig sie sind, sondern auch darin, wie sich ihre Fähigkeiten zusammensetzen. Eine differenzierte Leistungsdiagnostik kann deshalb sowohl die allgemeine kognitive Leistungsfähigkeit als auch individuelle Stärken und Schwächen sichtbar machen.
Ein häufiger Anlass ist die Frage nach einer besonderen Begabung oder Hochbegabung. Eine diagnostische Abklärung kann beispielsweise sinnvoll sein, wenn Leistungen und beobachtete Fähigkeiten nicht zusammenzupassen scheinen, besondere Stärken auffallen oder Unsicherheit darüber besteht, welche Anforderungen und Förderung angemessen sind.
Im Mittelpunkt steht dabei nicht ausschließlich ein einzelner IQ-Wert. Die Ergebnisse werden im Zusammenhang mit der jeweiligen Fragestellung betrachtet und ausführlich besprochen.

Teilleistungsdiagnostik

Anhaltende Schwierigkeiten beim Lesen, Schreiben oder Rechnen können sehr belastend sein – insbesondere dann, wenn sie trotz Übung bestehen bleiben oder nicht zur sonstigen Leistungsfähigkeit passen.
Im Rahmen der Teilleistungsdiagnostik können unter anderem Fragestellungen zu einer Lese-Rechtschreibstörung (Legasthenie) oder Rechenstörung (Dyskalkulie) abgeklärt werden.
Dabei werden die jeweiligen schulischen Leistungen nicht isoliert betrachtet. Je nach Fragestellung werden weitere relevante Fähigkeiten und Einflussfaktoren berücksichtigt, um ein möglichst differenziertes Bild der bestehenden Schwierigkeiten zu erhalten.
Diagnostik psychischer Störungen
Psychische Beschwerden lassen sich nicht immer eindeutig einordnen. Konzentrationsprobleme, Antriebslosigkeit, innere Unruhe, Ängste oder Schwierigkeiten mit der Emotionsregulation können unterschiedliche Ursachen haben und bei verschiedenen psychischen Störungen auftreten.
Eine strukturierte diagnostische Abklärung hilft dabei, Symptome und ihre Entwicklung systematisch zu erfassen, mögliche Erklärungen gegeneinander abzuwägen und zu beurteilen, ob die Kriterien einer psychischen Störung erfüllt sind.
Ich biete diagnostische Abklärungen bei unterschiedlichen klinisch-psychologischen Fragestellungen an, beispielsweise bei ADHS, depressiven Störungen oder Angststörungen.
Dabei ist mir eine differenzialdiagnostische Perspektive besonders wichtig: Nicht nur „Passt die vermutete Diagnose?“, sondern auch „Gibt es andere oder zusätzliche Erklärungen für die bestehenden Beschwerden?“
Ablauf einer Psychologischen Diagnostik
1. Erstgespräch
Diagnostik soll nicht bei einem Testergebnis enden. Aus den Ergebnissen können sich beispielsweise Empfehlungen für den Alltag, Familie, Schule oder Beruf, weitere Beratung oder eine psychotherapeutische Behandlung ergeben.
Welche nächsten Schritte sinnvoll sind, hängt von der individuellen Fragestellung und den Ergebnissen ab. Diese besprechen wir gemeinsam im Abschlussgespräch.
Zu Beginn klären wir gemeinsam, welche Fragen durch die Diagnostik beantwortet werden sollen. Eine klare Fragestellung ist entscheidend dafür, welche diagnostischen Verfahren anschließend sinnvoll sind.
2. Diagnostische Untersuchung
Je nach Fragestellung kommen psychologische Testverfahren, strukturierte oder standardisierte Interviews, Fragebögen und weitere diagnostische Methoden zum Einsatz.
3. Auswertung & Einordnung
Die einzelnen Ergebnisse werden nicht isoliert betrachtet, sondern zu einem Gesamtbild zusammengeführt und vor dem Hintergrund der ursprünglichen Fragestellung eingeordnet.
4. Abschluss
Zum Ende der Therapie betrachten wir gemeinsam die erreichten Veränderungen und erarbeiten, wie hilfreiche Strategien langfristig erhalten und bei zukünftigen Schwierigkeiten genutzt werden können.
Rahmenbedingungen & Kosten
Die psychologische Diagnostik erfolgt grundsätzlich als Selbstzahlerleistung. Das Honorar ist von der Fragestellung und dem Umfang der Diagnostik abhängig. Das Erstgespräch dauert in der Regel 50 Minuten. Dafür berechne ich ein Honorar von 90,00 €. Im Anschluss an das Erstgespräch erhalten Sie eine Aufstellung der voraussichtlichen Kosten.
Die Diagnostik psychischer Störungen und Teilleistungsstörungen erfolgt auf Grundlage meiner Heilpraktikererlaubnis auf dem Gebiet der Psychotherapie. Hier können die Kosten ggf. (teilweise) von der privaten Krankenversicherung oder Zusatzversicherung übernommen werden. Klären Sie dies bitte im Voraus mit Ihrer Krankenkasse, wenn Sie eine Kostenübernahme wünschen.
