"Wenn du als Pinguin geboren wurdest, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus dir keine Giraffe."
(Dr. Eckart von Hirschhausen)
Psychotherapie
Psychische Beschwerden können sich ganz unterschiedlich zeigen und ebenso unterschiedliche Ursachen und aufrechterhaltende Bedingungen haben. Psychotherapie bietet einen geschützten Rahmen, um diese Zusammenhänge zu verstehen, Beschwerden gezielt zu behandeln und nachhaltige Veränderungen zu entwickeln.
In meiner Praxis biete ich Psychotherapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an. Meine Arbeit ist verhaltenstherapeutisch orientiert und richtet sich nach der individuellen Situation, den persönlichen Voraussetzungen und den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen.

Kinder
Kinder befinden sich in einer Phase intensiver Entwicklung. Psychische Belastungen zeigen sich deshalb häufig anders als bei Erwachsenen – beispielsweise durch Veränderungen im Verhalten, starke Emotionen, Ängste, Rückzug oder Schwierigkeiten in Familie, Kindergarten und Schule.
Psychotherapie mit Kindern orientiert sich am jeweiligen Entwicklungsstand und nutzt neben Gesprächen vor allem spielerische, kreative und handlungsorientierte Methoden. So können auch Themen bearbeitet werden, für die Kinder noch keine oder nur schwer Worte finden.
Eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung bildet dafür eine wichtige Grundlage. Mir ist deshalb wichtig, dass sich Kinder in meiner Praxis sicher und wohlfühlen und Therapie als einen Ort erleben, an dem sie gerne mitarbeiten.
Da Veränderungen im Kindesalter kaum losgelöst vom Lebensumfeld stattfinden, gehört die begleitende Zusammenarbeit mit Eltern und – wenn sinnvoll – weiteren wichtigen Bezugspersonen für mich zur Therapie dazu. So können neue Erfahrungen und Strategien auch im Familien- und Lebensalltag wirksam werden.

Jugendliche
Das Jugendalter bringt besondere Entwicklungsaufgaben mit sich: zunehmende Selbstständigkeit, Veränderungen des eigenen Körpers und Selbstbildes, Beziehungen zu Gleichaltrigen, Schule, Ausbildung und die Suche nach der eigenen Identität können gleichzeitig Entwicklung ermöglichen und erheblich belasten.
In der Psychotherapie begegnen mir Jugendliche zunehmend als eigenständige Gesprächspartner*innen. Therapeutische Gespräche werden mit kreativen Methoden, konkreten Übungen und einem starken Bezug zu Situationen aus dem eigenen Alltag verbunden. Dabei richtet sich die Gestaltung der Therapie nach Alter, Entwicklungsstand und den individuellen Bedürfnissen der Jugendlichen.
Besonders wichtig ist mir ein geschützter Rahmen, in dem Jugendliche sich ernst genommen und verstanden fühlen und auch schwierige Themen ansprechen können.
Eltern und Bezugspersonen können weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Gleichzeitig gewinnen Selbstständigkeit, Privatsphäre und eigene Entscheidungen im Jugendalter zunehmend an Bedeutung. Wie Eltern in die Therapie einbezogen werden, wird deshalb individuell und altersangemessen gestaltet.

Erwachsene
Psychische Beschwerden können sich im Erwachsenenalter in ganz unterschiedlichen Lebensbereichen entwickeln oder bemerkbar machen – etwa in Beziehungen, Familie, Beruf oder in Phasen von Veränderung und hoher Belastung. Häufig spielen dabei nicht einzelne Ursachen, sondern das Zusammenspiel aus bisherigen Erfahrungen, aktuellen Lebensbedingungen sowie Gedanken, Gefühlen und Verhaltensmustern eine Rolle.
In der Psychotherapie nehmen wir uns Zeit, diese Zusammenhänge zu verstehen und daraus konkrete Veränderungsmöglichkeiten abzuleiten. Therapeutische Gespräche werden dabei mit alltagsnahen Übungen und verhaltenstherapeutischen Methoden verbunden. Neue Perspektiven und Strategien sollen nicht nur innerhalb der Therapiesitzung entstehen, sondern im eigenen Alltag erprobt und nutzbar werden.
Eine vertrauensvolle und transparente Zusammenarbeit ist dabei eine wichtige Grundlage. Mir ist wichtig, dass Sie sich mit Ihren Anliegen ernst genommen und verstanden fühlen und therapeutische Entscheidungen nachvollziehen können.
Wenn es für die Behandlung hilfreich ist, können auch Partner*innen oder andere wichtige Bezugspersonen punktuell einbezogen werden. Ob und in welchem Umfang dies sinnvoll ist, entscheiden wir gemeinsam.
Ablauf einer Psychotherapie
1. Erstgespräch
Im Erstgespräch stehen die Sorgen und Fragen der Patient*innen im Vordergrund. Gemeinsam planen wir das weitere Vorgehen und die Diagnostik. In akuten Fällen besprechen wir bereits im Erstgespräch erste mögliche Interventionen, um eine erste Entlastung zu ermöglichen.
2. Diagnostik
Anschließend werden die Beschwerden und ihre Hintergründe genauer betrachtet. Je nach Fragestellung kommen dabei auch standardisierte diagnostische Verfahren zum Einsatz. Gemeinsam entwickeln wir ein individuelles Erklärungsmodell und formulieren Therapieziele.
3. Therapie
4. Abschluss
In der Therapie werden in regelmäßigen Sitzungen (meist wöchentlich) die Therapieziele der Patient*innen erarbeitet. Dabei geht es insbesondere darum, Veränderungen auch außerhalb der Therapiesitzungen in den Alltag zu übertragen.
Zum Ende der Therapie betrachten wir gemeinsam die erreichten Veränderungen und erarbeiten, wie hilfreiche Strategien langfristig erhalten und bei zukünftigen Schwierigkeiten genutzt werden können.
Rahmenbedingungen & Kosten
Die psychotherapeutische Behandlung erfolgt auf Grundlage meiner Heilpraktikererlaubnis auf dem Gebiet der Psychotherapie. Zu Beginn erhalten alle Patient*innen einen Behandlungsvertrag, in dem alle Konditionen und Preise aufgeführt sind. Eine Sitzung dauert in der Regel 50 Minuten. Dafür berechne ich ein Honorar von 90,00 €.
Grundsätzlich handelt es sich bei meinem Angebot um Selbstzahlerleistungen. Dies hat den Vorteil, dass Wartezeiten, in denen sich Probleme manifestieren können, weitgehend entfallen.
Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz kann nicht mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Dies ermöglicht Ihnen, dass alle Informationen über Ihre aktuelle Situation nicht an die Krankenkassen übermittelt werden. So können Sie Unterstützung in Anspruch nehmen, ohne dass daraus formale Einträge oder spätere organisatorische Nachteile entstehen. Einige gesetzliche und private Krankenkassen übernehmen oder bezuschussen Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz. Es ist häufig sinnvoll, eine Kostenübernahme im Voraus mit der Krankenkasse zu klären.
